Neuer Großauftrag der FAIR GmbH

Für das Mega-Bauprojekt FAIR in Darmstadt hat sich die ROM Technik gemeinsam mit der Wefers Technik GmbH (ARGE ROM/Wefers) und der ENGIE Deutschland GmbH zur Dach-ARGE „FAIR TEC Cooling“ zusammengeschlossen und den Auftrag zur Ausführung der Gewerke Heizung und Kälte bei der Teilchenbeschleuniger Anlage FAIR (Facility for Antiproton and Research) erhalten.

Es handelt sich um eines der weltweit größten und komplexesten Bauvorhaben für die internationale Spitzenforschung. In Darmstadt auf dem 150.000 Quadratmeter großen Campus der Helmholtzzentrum Gesellschaft für Schwerionenforschung GmbH (GSI) entsteht in 25 Gebäuden das einzigartige neue Internationale Beschleunigerzentrum für die Forschung mit Ionen und Antiprotonen. FAIR ist eines der größten Forschungsvorhaben und komplexesten Beschleunigerzentren weltweit und wird eine nie dagewesene Vielfalt an Experimenten ermöglichen. Das Ziel von FAIR ist es, neue Erkenntnisse über den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums vom Urknall bis heute zu liefern. Dazu werden in der Anlage Zustände der Materie im Labor erzeugt, wie sie sonst nur im Weltall, beispielsweise in Sternexplosionen und im Inneren von Planeten, auftreten. So wird FAIR künftig Ionenstrahlen von allen chemischen Elementen sowie Antiprotonen liefern - ein Vorgang, der weltweit einzigartig ist.

Für das multinationale, hochkomplexe Mega-Bauprojekt wurde eine integrierte Bauablaufplanung entwickelt, in der Hoch-, Tief- und Ingenieurbau, Beschleunigerentwicklung und -bau sowie die wissenschaftlichen Experimente eng aufeinander abgestimmt sind. Der Bau startete im Sommer 2017.

Die ARGE ist für die komplette Kälte- und Wärmeversorgung in allen 25 Gebäuden zuständig. Diese reicht von der Planung über die Lieferung und Montage bis zur Inbetriebnahme und Wartung. Dabei verantwortet ENGIE Deutschland die beiden Kältezentralen im Nord- und im Südbereich des Geländes. ROM/Wefers obliegt die Versorgung des Ringbeschleunigers. Der 1.100 Meter lange Beschleunigerring hat nur drei Zugänge. Montiert wird 17 Meter unter der Erde, wozu der Tunnel während der Bauphase mit externen Maschinen belüftet werden muss. Anspruchsvoll ist hier besonders die Logistik für den Personal- und Materialtransport.

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Bildquelle: L. Möller/GSI/FAIR
Bildquelle: L. Möller/GSI/FAIR